Luisa's Blog

27 September 2008

Urlaub in Frankreich

Nach dem Berlinurlaub haben wir uns nochmal richtig nach Wärme gesehnt, also beschlossen wir noch nach Frankreich zu fahren. Wir waren uns zu Anfang nicht gleich ganz einig, ob wir es wagen sollen in die Normandie zu fahren, um mal etwas neues zu sehen, mit dem Risiko auf schlechtes Wetter und das Stürme unser Zelt wegpusten, oder gleich nach Südfrankreich zu fahren, mit der höheren Wahrscheinlichkeit auf schönes und warmes Wetter.
Wir sind dann doch in den Normandie gefahren, und zwar viele Stunden Autofahrt, die mein Bruder und ich aber zum Glück nicht groß mitbekommen haben, da wir nachts fuhren.
Doch zu unserem Pech, so schön auch der Campingplatz war, auf den Klippen mit Blick auf den Atlantik, hatten wir schlechtes Wetter, es war saukalt und wir schafften es nur mit Mühe unser Zelt aufzubauen, da es so stürmte.
Leider besserte sich das Wetter in den nächsten Tagen auch nicht grundlegend und wir hatten es satt, immer dicke Pulli's und Regenjacken zu tragen. Also packten wir kurzerhand unser Zeugs wieder ins Auto und fuhren gen Süden. Auf dem Weg wollten wir unbedingt noch bei der alten Burg "Mont St. Michel" vorbeifahren, die ich bisher nur vom Namen her oder von Postkarten kannte. Sie war schon sehr eindrucksvoll, am meisten beeindruckte mich die grandiose Sicht auf das Ebbemeer, und die Touristenmassen, die dort in der Burg in die unzähligen Souvenirshops gingen, um beispielsweise eine Schneekugel (!) mit der "Mont St. Michel"-Burg darin zu kaufen, und dafür stehen sie auch noch den ganzen Tag an.
Was mich ein bisschen erstaunte, war ein äußerst schlechtgelaunter Parkeinweiser, der uns anmotzte, wir könnten ja nichtmal richtig einparken und dazu "quelle horreur" sagte. Was für ein Glück für meinen Vater, dass er kein Wort französisch versteht. Na ja, der macht wahrscheinlich auch nur seinen Job ;-)
Die ellenlange Fahrt bis ungefähr Bordeaux, die wir leider tags zurücklegten, war sehr anstrengend, aber schließlich hatten wir unser Ziel schon fast erreicht. Es war ein Campingplatz im Medoc, der "Le Gurp" hieß.
Dort angekommen dachten wir ersteinmal, dass wir hier in Deutschland wären: So ziemlich alle Leute, die man hier traf kamen aus Deutschland, vorallem aus Freiburg. Natürlich gab es auch ein paar Franzosen, aber die waren hier eindeutig in der Unterzahl und man erinnerte sich dann erst wieder das man hier in Frankreich war ;-)
Ich, die geborene Wasserratte, wollte natürlich gleich an den Strand und ab ins Meer, und glücklicherweise dachten die anderen auch nicht anders. Ein nicht endender Sandstrand und den ganzen Tag meterhohe Wellen, die einfach klasse waren, und wir verbrachten den ganzen Tag im Wasser.
Abends saßen wir auf Weltkriegsbunkern, schauten uns den kitschig schönen Sonnenuntergang an, und aßen entweder Eis oder "tarte de pomme", den man in einem kleinen "super-marchée" kaufen konnte.
Nach einer knappen Woche packte uns allerdings das Heimweh, und wir schlugen kurzfristig in 10 Minuten unser Zelt ab, sodass unsere Nachbarn mit ihrem riesigen Campingmobil nur staunen konnten :-) Wir hatten nämlich nicht so wahnsinnig viel dabei, wir haben nur das allernötigste dabei gehabt, mussten dafür z.B. auf dem Boden sitzen und kalte Ravioli aus der Dose essen.
In Frankreich war es sehr schön, aber wir sind doch wieder sehr froh hier zu sein, mit einem richtig weichen Bett und warmem Essen statt kalte Ravioli aus der Dose. ;-)

03 September 2008

"Nach Toilettenbenutzung bitte Füße waschen"

Diese Woche war ich mit meiner Familie im Allenmannenbad bei Staufen. Das ist ein altes Schwimmbad, dass aber leider renoviert wurde, mit einem großen Becken mit Rutsche, und einem kleinen Babybecken.
Als wir ankamen, dachten wir erstmal, das Bad hätte zu, weil dort fast niemand war, und wir das Becken quasi für uns alleine hatten (was natürlich auch seine Vorteile hatte :-)) .
Als wir eine kleine Wasserpause einlegten, entdeckte ich ein Schild an der Männertoilette, auf dem stand: "Nach Toilettenbenutzung bitte Füße waschen" .
Kann mir einer der Herren vielleicht mal erklären, warum das so ist?! Klar, man kann es sich ausmalen, aber die Vorstellung, dass jemand seine Füße in die Kloschüssel hängt, ist dann doch sehr unwahrscheinlich... ;-)
Nach diesem kleinen "Schock" haben wir die kleine unscheinbare Rutsche ausprobiert, und mussten gleich feststellen, dass diese gar nicht so ohne war. Wenn man rutschte, dann schleuderte es einen zur Seite, und man stieß sich den Rücken oder andere Körperteile an!
Irritiert durch das Schild am Männerklo und mit Rückenschmerzen von der Rutsche verließen wir das Bad, beschlossen aber trotzdem nocheinmal wiederzukommen.

19 August 2008

Berlin's Kreuzburger


Am Dienstag früh haben wir uns aufgemacht, um nach Berlin zu fahren,dieses Mal aber nicht mit dem Auto, sondern mit dem ICE. Die Zugfahrt war ganz angenehm, nur das das Schlafen nicht so gut funktioniert hat, da alles so hart und eckig war.
Als wir an dem schönen Lehrter Hauptbahnhof in Berlin ankamen, war zum Glück nicht so schlechtes Wetter, wie zuvor in Freiburg.
Mit der U-Bahn fuhren wir zu unserer Ferienwohnung, die in Kreuzberg lag, und waren ziemlich begeistert, weil sie genau in unserem Stil gebaut und eingerichtet war. Die Tage darauf haben wir uns im Viertel umgeschaut, und waren z.B. auch am Kurfürstendamm, um für mich nach Chucks zu schauen. Die Stadt ist so riesig, das man sich dort locker verlieren konnte, und das man schon nach ein bis zwei Stunden keine Lust mehr hatte zu shoppen, weil es viel zu anstrengend war. Es gab viele Schuhgeschäfte, und die Wahl bei den Chucks viel mir damit nicht gerade leicht. Letztendlich musste ich mich zwischen den Chucks in Bordeauxrot und denen in Schokoladenbraun entscheiden. Eine ziemlich schwere Entscheidung, und ich brauchte zwei Tage dafür. Doch schließlich siegten die Chocolate-Chucks, und ich bin sehr zufrieden mit ihnen.
Während ich die sehr schwere Entscheidung treffen musste, war mein Bruder Max mit seinem Freund in der Skatehalle Berlin skaten. Auch wenn die Frau an der Getränkebude nicht gerade freundlich war, hatte er sehr viel Spaß.
Ein besonderes Higlight in Berlin war auch der Kreuzburger. Ein handgemachter Hamburger im Stadtteil Kreuzberg, daher auch der Name. Er sah verlockend aus, und hat oberspitze geschmeckt. Dazu noch die knackigen Pommes und eine Coca Cola, und alles war perfekt. Es hat viel besser geschmeckt, als die labberigen Papphamburger von McDonalds. Wer auch die Labberhamburger von McDonalds satt hat, der sollte unbedingt mal die Kreuzburger in Berlin probieren, hier die Website:
http://www.qype.com/place/16568-Kreuzburger-Berlin

Die Zeit in Berlin ging wahnsinnig schnell um, und am Sonntagmorgen mussten wir auch schon wieder in den Zug nach Freiburg steigen, insgeheim freute sich natürlich jeder wieder auf Freiburg :-)

28 Juli 2008


Gestern haben wir uns auf den Weg nach Schaffhausen in der Schweiz gemacht, weil wir ein sehr altes Schwimmbad am Rhein besuchen wollten. Als wir ankamen war uns schon so heiß, das wir am liebsten gleich in den Rhein gesprungen währen, wir sind dann aber trotzdem noch grade so am "Rhibadi" angekommen. Dieses alte Schwimmbad ist direkt am Rhein gebaut, sodass das Rheinwasser durchfließt.
Die alten Umkleidekabinen, die man übrigens unter 16 Jahren NICHT betreten durfte, und überhaupt das ganze Schwimmbad, sahen super aus, alles war aus Holz.
Ich, die einzige wahre Wasserratte in unserer Familie, musste die anderen ersteinmal motivieren in das eiskalte Wasser hineinzugehen, aber als die erstmal drin waren, fanden sie es auch schön, mit der Strömung mitzuschwimmen (oder auch gegen die Strömung zu schwimmen). Danach aßen wir ein Industrie-Stracciatella-Eis, das es übrigens nicht in Deutschland gibt und das sehr köstlich war, obwohl ich trotzdem das Waffeleis bevorzuge.
Nach ein paar Stunden sind wir leider wieder gegangen (ich wäre ja noch ewig im Wasser rumgeturnt), weil wir noch zum Rheinfall gefahren sind (nein, der Rheinfall ist kein Reinfall :-)).

Ich finde es lohnt sich auf jeden Fall mal ins "Rhibadi" zu gehen, das ist einfach ein super Eindruck!
Hier noch der Link:
http://sospo.myswitzerland.com/details/?id=276

28 Juni 2008

Klassenfahrt nach Frankreich


Vom 16. bis zum 20. Juni war ich mit meiner Klasse auf dem Landschulheim in Frankreich.
Wir fuhren am Montagmorgen mit einem Doppeldeckerbus an der Friedenskirche los. Der Fahrer musste sich ganz schön ins Zeug legen, damit das ganze Gepäck überhaupt in den Bus passte. Auf der Busfahrt hatten alle viel Spaß, und es wurde zum Glück keinem schlecht.
Als wir im strömenden Regen an der Base nautique de Bellecin ankamen durften wir ersteinmal unsere Zimmer beziehen. Unser Vierer-Zimmer war sehr schön, wir hatten einen tollen Ausblick. Dann sollten wir uns etwas erkunden und wir spielten erstmal (immer noch im strömenden Regen) Fußball. Wir waren klitschnass und durchnässt und duschten uns in dem etwas versifften Bad. Mit ganz wenig Schimmel an der Decke waren wir ja im Gegensatz zu den anderen Badezimmern noch gut bedient. Um 19.00 Uhr gab es Essen. Es hat eigentlich ganz gut geschmeckt (für eine Kantine :-)) aber das Fleisch war leider nicht ganz durch.
Am nächsten Morgen mussten wir um 7.30 Uhr aufstehen, um 8.00 Uhr gab's dann Frühstück.
Jeden Tag gab es Aktivitäten, bei denen die Klasse in 3 Gruppen aufgeteilt wurde, und alle andere Aktivitäten gemacht hat. Um 9.00 Uhr fingen die ersten Aktivitäten an, meine Gruppe und ich mussten zuerst mountainbiken. Das hat ziemlich viel Spaß gemacht, obwohl es noch matschig und deshalb auch rutschig war, und das Niveau für eine Anfängergruppe ziemlich hoch war.
Um 12.00 Uhr gab es Mittagessen, danach eine kleine Mittagspause bis um 14.00 Uhr. Dann trafen wir uns in den Gruppen zu den nächsten Aktivitäten, in meinem Fall war das im Hochseilgarten klettern. Mir hat das riesigen Spaß gemacht, aber vielen aus meiner Gruppe war die Höhe der Bäume nicht ganz geheuer. Nach den Nachmittagsaktivitäten durften wir noch in den kleinen Pool, der nicht sehr tief war.
Am nächsten Tag waren wir Bogenschießen, das war wesentlich interessanter, als es sich anhört. Aber es war auch nicht so einfach, weil der Trainer, der uns alles erklärt hat, nur auf französisch gesprochen hat, was natürlich auch eine super Übung war.

Nachmittags hatten wir dann Windsurfen, was mir von allen Aktivitäten am besten gefallen hat. Wir mussten runter an den See laufen und erstmal sehr enge Neoprenanzüge anziehen, die zudem auch noch stanken. Dann mussten wir die Bretter
und die Segel ans Wasser tragen und zusammenbauen. Schließlich durften wir dann ersteinmal ein bisschen ausprobieren auf dem Surfbrett zu stehen, das Segel festzuhalten und ein bisschen zu lenken. Das war gar nicht so einfach, weil wir leider nicht sehr viel Wind hatten. Am Schluss wurden wir dann noch von dem Motorboot gezogen, das war spitze!
Am Abend waren wir dann nochmal im Pool und wir durften Fußball schauen. Es war die Zeit der Europa-Meisterschaft, und fast alle waren ganz verrückt danach, die Deutschland- und Frankreichspiele anzugucken.
Donnerstag hatten wir zuerst Klettern, was bei einigen nicht so beliebt war. Es war nämlich ziemlich heiß, aber das ist ja bekanntlich keine Krankheit... :-)
Bei unserer Nachmittagsaktivität, Kanu fahren, war es leider ziemlich windig, und es war schwierig voran zu kommen und zu lenken.
Abends fand die Abschlussfeier "la boum" statt, und wir durften bis 11 aufbleiben. Das war klasse, und es hat richtig Spaß gemacht, zu feiern und zu tanzen...!
Dann war auch schon wieder Abreise. Die Zeit war wirklich schnell vergangen, aber auf der Busfahrt hatten wir dann nochmal richtig viel Spaß!
Es war eine super Klassenfahrt, und ich freue mich schon auf den Austausch nächstes Jahr mit der Partnerschule in Buc (in der Nähe von Versailles).

22 Mai 2008

Kohleabbau, Currywurst und ein panischer Elefant

Pfingstferien: Leider nicht ganz so warm wie erhofft. Trotzdem sind wir am Dienstag für 2 Tage ins Ruhrgebiet gefahren, um uns 2-3 Städte anzuschauen. Zuerst sind wir nach Bochum gefahren, wo wir das Bergbaumuseum besucht haben. Dort haben wir gleich an einer Führung ins Bergwerk teilgenommen, und ich habe erfahren, wie anstrengend und gefährdent der Beruf Bergbauarbeiter war. Wenn man z.B. mit dem Abbauhammer (eine Art Presslufthammer zum Kohle abbauen) gearbeitet hatte, dann konnte das zum Zittern der Hand führen, so dass man im schlimmsten Fall nicht mehr schreiben konnte! Aber auch die Lärmbelästigung war sehr extrem. Nach dem Museumsbesuch hatten wir die Idee einen Curry-Wurst-Test zu machen, wie auch schon in Berlin mit den Dönern. Also kauften wir gleich beim "Bergbaugrill" 2 Würste und tranken dazu Cola (die übrigens keine Coca Cola war, dafür aber wesentlich billiger war und gleich gut geschmeckt hat!!). Die Wurst schnitt leider nicht so gut ab, weil sie eine Weißwurst war (aber im übrigen mussten wir leider feststellen, dass es überall nur Weißwürste gab). Am nächsten Tag fuhren wir über Wupperthal mit dem Zug nach Essen. In Wupperthal sind wir mit der Schwebebahn gefahren, die fand ich klasse, meinem Bruder war sie aber nicht ganz geheuer, vor allem nachdem mein Vater die Geschichte von Tuffi, einem Elefanten, der zum 100-jährigen Jubiläum mit in der Schwebebahn fahren durfte, dann aber Panik bekommen hat und rausgesprungen ist. Er hatte aber angeblich nur eine Schramme am Po. In Essen kauften wir wieder eine Currywurst, in einer fensterlosen Unterführung unterm Bahnhof!!! Also keinerlei Tageslicht, stattdessen aber Würste, die seit 24 stunden auf dem Grill lagen. Ekelhaft! Und jetzt kommt's: als mein Bruder und ich unsere Bestellung aufgegeben hatten, mussten wir zusehen, wie die ohnehin schon leicht angegammelte Wurst mit einer Papierschere statt mit einem Messer geschnitten wurde. Max und ich mussten uns das Lachen ernsthaft verkneifen, das war einfach zu absurd! Als wir dann diese Currywurst gegessen hatten, es war zum Glück ordentlich Ketchup und Curry drauf, das hat dann den Geschmack überdeckt, machten wir uns auf den Weg zum Unesco-Weltkulturerbe "Zeche Zollverein". Dort angekommen mussten wir 1 Stunde auf eine Führung warten, die wir im Souvenirshop verbrachten. Die Führung fand ich anfangs schwer zu verstehen, aber da wir ja vom Vortag schon Kenntnisse hatten, verstand ich dann doch einen Großteil. Die "Zeche Zollverein" war ein Werk, wo Kohle abgebaut wurde. Sie wurde 1986 geschlossen, und später zum Unesco-Weltkulturerbe ernannt. Heute werden dort Austellungen vorgeführt und ein Kino gab es auch schon einmal. Nach der Führung fuhren wir zurück nach Bochum, wo dann noch eine Curry-Wurst fällig war, die zum Glück mit einem Messer geschnitten wurde und ganz frisch war. Spät am Abend fuhren wir zurück nach Freiburg. Insgesamt fand ich den kleinen Urlaub sehr schön, obwohl mir Bochum & Essen nicht so sehr gefallen haben, weil mir alles ein bisschen zu groß und voll war.

06 Mai 2008

- Sie quitschen und stinken - Was könnte das sein? Ein Stinktier mit Gummifüßen? So ähnlich... Chucks! Die Kultschuhe 2008. Dabei gibts die ja schon viel länger. Schon mein Vater hat solche Stoffschuhe getragen, die haben dann aber wesentlich weniger gekostet, und wahrscheinlich noch mehr gestunken :-) Wenn du chucksähnliche Schuhe trägst, dann fragen alle: "Sind das Echte?", und wenn du dann mit der Wahrheit rausrückst -in meinem Fall nein- dann wirst du ganz komisch angeschaut. Aber ich finde es einfach wahnsinnig 60-70 Euro für so eine Mitläufermode zu zahlen! In einem anderen Laden verkaufen sie EXAKT DIE SELBEN Schuhe, nur ohne das "Chucks-Converse-All-Stars"-Zeichen, die dann statt 70 Euro eben nur 7 Euro kosten. Ich habe beide Schuhe fotografiert, und mal sehen ob ihr rausbekommt, welches die "Echten" sind, und welches die "Fälschung"...

Und, habt ihr's rausbekommen? Man merkt aber deutlich, dass die beiden Schuhe aus der selben Fabrik kommen.