Ferien in Dongo am Comer See
Wir waren auf dem Weg zum Comer See; genauer gesagt nach Dongo, einem süßen kleinen Ort im Norden des Comer Sees. Um dorthin zu gelangen muss man entweder stundenlang im Stau stehen (zumindest an diesem Tag) oder eben über diesen kurvigen Berg fahren und riskieren, dass einem schlecht wird! Mir wurde schlecht. Aber irgendwann kamen wir dann doch in Dongo an. Auf dem Weg nach Dongo gingen wir dann noch einkaufen. Was mir auch die letzten Male immer aufgefallen ist: In den italienischen Supermärkten, in denen es eine große Außwahl an Frischwurst gibt, richt es immer so gut!
Um 18.00 Uhr kamen dann noch meine Tante mein Onkel und meine kleine Cousine Jule, die gerade vor 2 Wochen ihren Geburtstag hatte. Zusammen aßen wir noch ein leckeres Abendessen aus einem italienischem Kochbuch und italienischen Produkten. Allen schmeckte es großartig! Ins Bett gingen wir wann wir wollten und uns schon die Augen zugefallen sind...
Am nächsten Morgen erwartete uns dann eine Überraschung: Von unserem Balkon aus, auf dem man einen herrlichen Blick auf die Alpen hatte, sah man auf einem hohen Berg Schnee! Ja, ihr habt euch nicht verlesen: Schnee! Und das Ende Mai!
Eine weitere außergewöhnliche und nicht immer lustige Überraschung: Italienisch Hähne krähen einem morgens um 5 Uhr besonders laut die Ohren voll!
Wenn meine Mutter vom Rad fahren heimkommt, dann freut sie sich besonders über einen guten Kaffee. So auch in Italien, wo der Kaffee natürlich noch mal besser ist! Außerdem findet sie den Geruch der braunen Brühe einfach hinreißend, was ich nicht gerade behaupten kann...
Das einzige, dass uns an der Wohnung störte, waren die Fliegen: Sie flogen hier und da, ab und zu saßen sie auf unserer Nase oder in unserem Essen .
Doch das ließ sich schnell ändern: Nicht etwa mit einer Fliegenklatsche oh nein!
Taktik, Geduld und Konzentration war gefragt: Wir nahmen ein Glas und ein Holzbrett (auf dem man normalerweise Schinken oder etwas anderes schneidet).
Taktik:
Bisher hat die Menschheit immer geglaubt Fliegen würden nach vorne starten. Ein Irrtum: Ein bisschen Klugheit besitzen sie eben doch: Sie können sich blitzschnell umdrehen und sozusagen nach hinten starten. Deshalb haben wir folgende Technik entwickelt:
Schritt 1: Glas langsam schräg, ich betone schräg vor die Fliege halten.
Schritt 2: Dann mit dem Brett von hinten erschrecken.
Und so blöd wie die Fliege wahrscheinlich sein wird( es gibt erstaunlicherweise auch klügere Exemplare) , wir sie DIREKT in das Glas fliegen.
Schritt 3: Fenster auf und ein Plagegeist weniger, wenn nicht gerade 10 andere Fliegen wieder hineinfliegen! :-)
TIPP: An euer Stelle würde ich die Fliege nicht erschrecken, solange sie auf der Nase eines Mitmenschen sitzt, denn das könnte für euch selber auch manchmal schmerzhaft werden...:-)
Außerdem hatte ich ja noch Jule, mit der ich JEDEN Tag gespielt habe! Ich konnte mich sogar mit ihr "unterhalten": vielleicht nicht unbedingt in der Sprache, die jeder versteht, aber es hat ausgereicht, das wir zwei uns verstanden haben. Ihr Lieblingswort: "dldldldldl...", was es heißt: Weiß ich doch nicht! :-)
Ich fand es war ein sehr gelungener Urlaub!
