Flamenco-Fiesta in Bern
BERN - In der wunderschöne Hauptstadt der Schweiz war ich am Freitag mit meinem Vater um bei einem Flamenco-Workshop mitzumachen. Eigentlich hatten wir mit Staus gerechnet, und sind deshalb extra früh losgefahren, kamen dann aber doch schon nach 2 Stunden ohne Stau an.
Das Problem ist normalerweise immer Basel und die Grenze zur Schweiz, da steht man dann schon mal 1 Stunde. Doch dieses Mal, Freitag Abend, kein Schwein auf der Straße. Glück für uns!
Dort angekommen froren wir uns fast die Nase ab, aber weiter auch nichts.;-D
Ersteinmal suchten wir den "Flamenco-Keller" in dem der Workshop stattfinden sollte auf. Zuerst haben wir ihn gar nicht gefunden, auf dem Zettel stand nämlich Hausnummer 39, aber als wir dort ankamen, stand da nichts von Flamenco-Keller. Erst nach einer kleinen Suche von 5 Minuten fanden wir ihn: Er war ein bisschen vor dem alten Haus, es war ein alter Gewölbekeller, der von außen ein bisschen so aussah wie ein Sarg...Von innen war er dann aber ganz gemütlich: Ein großer Raum mit Tanzfläche und einer Mini-Küche und einer Mini-Mini-Mini-Toilette.
Zu dem Workshop wurde die Gruppe "Primos del Norte" eingeladen, die am nächsten Tag in Bern ein Konzert spielen sollte. Als der Workshop anfing, gab es ersteinmal eine kleine Enttäuschung, weil wir feststellten, dass gar kein Tanzen angeboten wurde. Das lag höchstwahrscheinlich daran, dass es in der "Primos Del Norte"- Band gar keine Tänzerin gibt. Die Gruppe besteht aus einem Gitarren-Spieler, einer Sängerin und einem Perkussionist. Die Band-Mitglieder sind multikultisprachig gemischt: Der Gitarren-Spieler halb Spanier und halb Holländer, die Sängerin halb Argentinierin und halb Norwegerin und der Perkussionist eigentlich Deutscher, der aber in Holland lebt. Die 3 verständigten sich mit einer Sprache, die aus Spanisch, Englisch, Deutsch und natürlich Schwitzer-Dütsch bestand. Und dann war noch eine finnische Workshop-Teilnehmerin dabei.
Der Workshop selber hat dann sehr viel Spaß gemacht. Ich habe einfach beim Perkussion-Kurs mitgemacht, bei dem wir auf Cajons gespielt haben. Ein Cajon (ich weiß nicht ob Cajon männlich, weiblich oder neutrum ist...:-D) ist ein Instrument, das eigentlich nur im Flamenco benutzt wird. Es sieht aus wie eine Kiste, auf der man sitzen kann und dann mit den Händen "unter sich" auf "diese Kiste" schlägt.
Alle Leute waren sehr nett und haben sich gut verstanden. Ich finde, dass die Atmosphäre beim Flamenco sehr schön ist, weil alle zusammen sind und einfach mal drauflos spielen, ohne groß irgendwas abzusprechen!
Nach dem Workshop selber gab es noch ein kleines Fest bei dem Schinken und Käse gegessen wurde, spanischer Wein getrunken wurde und wer Lust hatte konnte noch Gitarre spielen, singen und Seviallanas tanzen!!!
Wir sind dann erst ganz spät am Abend, bzw. im Morgengrauen zu Hause angekommen, und ich lag dann heute morgen entsprechend lange im Bett..=-D
Links:
Veranstalter: www.flamencovivo.ch/
Veranstalter: www.flamencovivo.ch/
Gruppe "Primos del Norte": www.primosdelnorte.com/
