Urlaub in Frankreich
Nach dem Berlinurlaub haben wir uns nochmal richtig nach Wärme gesehnt, also
beschlossen wir noch nach Frankreich zu fahren. Wir waren uns zu Anfang n
icht gleich ganz einig, ob wir es wagen sollen in die Normandie zu fahren, um mal etwas neues zu sehen, mit dem Risiko auf schlechtes Wetter und das Stürme unser Zelt wegpusten, oder gleich nach Südfrankreich zu fahren, mit der höheren Wahrscheinlichkeit auf schönes und warmes Wetter.Wir sind dann doch in den Normandie gefahren, und zwar viele Stunden Autofahrt, die mein Bruder und ich aber zum Glück nicht groß mitbekommen haben, da wir nachts fuhren.
Doch zu unserem Pech, so schön auch der Campingplatz war, auf den Klippen mit Blick auf den Atlantik, hatten wir schlechtes Wetter, es war saukalt und wir schafften es nur mit Mühe unser Zelt aufzubauen, da es so stürmte.
Leider besserte sich das We
tter in den nächsten Tagen auch nicht grundlegend und wir hatten es satt, immer dicke Pulli's und Regenjacken zu tragen. Also packten wir kurzerhand unser Zeugs wieder ins Auto und fuhren gen Süden. Auf dem Weg wollten wir unbedingt noch bei der alten Burg "Mont St. Michel" vorbeifahren, die ich bisher nur vom Namen her oder von Postkarten kannte. Sie w
ar schon sehr eindrucksvoll, am meisten beeindruckte mich die grandiose Sicht auf das Ebbemeer, und die Touristenmassen, die dort in der Burg in die unzähligen Souvenirshops gingen, um beispielsweise eine Schneekugel (!) mit der "Mont St. Michel"-Burg darin zu kaufen, und dafür stehen sie auch noch den ganzen Tag an.Was mich ein bisschen erstaunte, war ein äußerst schlechtgelaunter Parkeinweiser, der uns anmotzte, wir könnte
n ja nichtmal richtig einparken und dazu "quelle horreur" sagte. Was für ein Glück für meinen Vater, dass er kein Wort französisch versteht. Na ja, der macht wahrscheinlich auch nur seinen Job ;-)Die ellenlange Fahrt bis ungefähr Bordeaux, die wir leider tags zurücklegten, war sehr anstrengend, aber schließlich hatten wir unser Ziel schon fast erreicht. Es war ein Campingplatz im Medoc, der "Le Gurp" hieß.

Dort angekommen dachten wir ersteinmal, dass wir hier in Deutschland wären: So zie
mlich alle Leute, die man hier traf kamen aus Deutschland, vorallem aus Freiburg. Natürlich gab es auch ein paar Franzosen, aber die waren hier eindeutig in der Unterzahl und man erinnerte sich dann erst wieder das man hier in Frankreich war ;-)Ich, die geborene Wasserratte, wollte natürlich gleich an den Strand und ab ins Meer, und glücklicherweise dachten die anderen auch nicht anders. Ein nicht endender Sandstrand und den ganzen Tag meterhohe Wellen, die einfach klasse waren, und wir verbrachten den ganzen Tag im Wasser.

Abends saßen wir auf Weltkriegsbunkern, schauten uns den kitschig schönen Sonnenuntergang an, und aßen entweder Eis oder "tarte de pomme", den man in einem kleinen "super-marchée" kaufen konnte.
Nach einer knappen W
oche packte uns allerdings das Heimweh, und wir schlugen kurzfristig in 10 Minuten unser Zelt ab, sodass unsere Nachbarn mit ihrem riesigen Campingmobil nur staunen konnten :-) Wir hatten nämlich nicht so wahnsinnig viel dabei, wir haben nur das allernötigste dabei gehabt, mussten dafür z.B. auf dem Boden sitzen und kalte Ravioli aus der Dose essen.In Frankreich war es sehr schön, aber wir sind doch wieder sehr froh hier zu sein, mit einem richtig weichen Bett und warmem Essen statt kalte Ravioli aus der Dose. ;-)

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